Unilin/Dieffenbacher: Faserplatten-Recycling erreicht Industriemaßstab
Dieffenbacher hat im MDF-Werk von
Unilin im französischen Bazeilles die ersten Fasern aus recyceltem Faserplattenmaterial hergestellt, teilt der Eppinger Maschinenhersteller mit. Der im Herbst 2025 in Betrieb genommene Nachfolger der Pilotanlage laufe demnach inzwischen eingebunden in den Produktionsprozess des Werks im industriellen Maßstab. Recycelt werden können sowohl interne Faserplattenabfälle als auch Produktionsreste und andere Reststoffe aus der Faserplattenherstellung sowie aus der Post-Consumer-Faserplattenherstellung, beispielsweise aus Sperrmüll.
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VDPM: Markt für WDVS 2025 weiter rückläufig

Der
Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) hat in Zusammenarbeit mit der B+L Marktdaten die Jahresstatistik für 2025 veröffentlicht. Demnach sank der Absatz von Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS) im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 % (2024: -8,2 %) auf 26,0 Mio. m
2. Beim Blick auf die einzelnen Quartale 2025 ist zumindest eine Abschwächung des Negativtrends erkennbar: Nach -13,9 % (Q1) und -7,9 % (Q2) verringerte sich das Minus über -4,7 % (Q3) auf zuletzt noch -2,7 % (Q4). Der VDPM sieht darin allerdings keine Erholung, denn die ersten drei Monate 2026 waren mit 4,6 Mio. m
2 WDVS-Absatz das schwächste erste Quartal seit 2020.
WDVS verzeichnen in 2025 das dritte Jahr in Folge deutliche Absatzverluste. Binnen drei Jahren hat der Markt 10 Mio. m
2 verloren. Wesentlicher Treiber für die rückläufige Entwicklung war laut B+L der schwache Neubau. Auch aus der Renovierung kamen im Berichtszeitraum keine positiven Impulse. Für 2026 prognostizieren die Marktforscher aber einen leicht steigenden WDVS-Absatz von 26,4 Mio. m
2.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenReflexa verpasst 2024 eigene Ziele
2024 hat
Reflexa-Werke Albrecht 36,1 Mio. EUR (-10,8 %) umgesetzt und damit die eigenen Planwerte nicht erreicht, wie es im Geschäftsbericht heißt. Während 2023 noch eine schwarze Null geschrieben werden konnte, rutschte der Hersteller von Sonnen- und Insektenschutz nun ins Minus und bilanziert einen Fehlbetrag von knapp 1,0 Mio. EUR.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenInterlübke: Insolvenz angemeldet
Interlübke hat am 26. April 2026 Insolvenz (AZ 43 IN 321/26) angemeldet. Antragstellerin ist die
Lübke GmbH, die hinter der Premiummarke steht. Das Amtsgericht Bielefeld hat Yorck Streitbörger von der Kanzlei Streitbörger zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Es läuft die Suche nach einem Investor. Parallel dazu prüft Streitbörger, inwieweit Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt werden können, um dem Unternehmen eine Fortführung aus eigener Kraft zu ermöglichen.
Der Möbelhersteller mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück war bereits in der Vergangenheit von finanziellen Schwierigkeiten betroffen und erlebte mehrere Wechsel in der Gesellschafterstruktur. 2022 erfolgte die Übernahme durch Domovari. Gegenüber der Zeitschrift Wirtschaftswoche erklärte Frank Oehmke, Mitgesellschafter und Geschäftsführer von Domovari, dass die Insolvenz vor allem auf die Folgen des Iran-Kriegs zurückzuführen sei. So werde das Werk in Rheda-Wiedenbrück mit Öl beheizt, dessen Preise derzeit stark gestiegen sind. Dies bestätigte der vorläufige Yorck Streitbörger sprach gegenüber dem Westfälischen Anzeiger von gestiegenen Kosten von rund 50.000 EUR im Monat. Gleichzeitig seien auch die Kosten bei den Lieferanten deutlich gestiegen.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenEuropa Möbel-Verbund bremst Umsatzschwund

Von einem "Jahr der leichten Stabilisierung" spricht der
Europa Möbel-Verbund (EMV) in seiner Bilanz für 2025. Die Abwärtsbewegung der Vorjahre sei gebremst, der zentralregulierte Umsatz sank nur noch 1,8 % auf 1,41 Mrd. EUR. 2024 war das Minus mit 11,4 % noch zweistellig. Als Gewinn weist die Möbelhandelskooperation mit 440 Mitgliedsfirmen 22,6 Mio. EUR aus, nach 21,4 Mio. EUR im Jahr zuvor.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenFliesenleger Niko Schleicher fährt zur Berufe-WM 2026

Fliesenleger Niko Schleicher aus dem Saarland hat das Finale der teaminternen Qualifikation für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft der Berufe 2026 in China gewonnen: Aufgrund seiner Gesamtleistung in den vorangegangen drei Qualifikationsrunden hat der 21-Jährige damit das Ticket für die Worldskills 2026 in Shanghai gelöst. Der Wettbewerb findet vom 22. bis 27. September statt.
Niko Schleicher setzte sich im entscheidenden Wettkampf gegen Luis Brauner aus Nordrhein-Westfalen durch, dem bis dahin Führenden in der Wertung und Euroskills-Telnehmer von 2025. Dritter wurde der amtierende Deutsche Meister Lukas Blos aus Rheinland-Pfalz. Den vierten Platz belegte der Brandenburger Moritz Herder.
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Österreich: Bewilligungen für Neubauwohnungen auf historischem Tiefstand

Im Jahr 2025 wurde laut vorläufiger Zahlen von Statistik Austria in Österreich der Bau von 47.636 Wohnungen bewilligt. Das sind um 3,7 % weniger als 2024. Die Zahl zum Bau zugelassener Wohnungen in neuen Gebäuden fiel um 7,1 % auf 31.979 und damit auf den tiefsten Punkt seit Beginn der Erhebung im Jahr 2010. Allein in den zurückliegenden zehn Jahren ging die Anzahl der Bewilligungen um 40 % zurück.
Bei Wohnungen, die durch An-, Auf- und Umbauten entstehen, stieg die Zahl der Baubewilligungen von 2024 auf 2025 um 4,2 %.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenOsmo integriert Mocopinus-Sortiment

Kürzlich meldete die
Cordes-Gruppe die Übernahme der Rechte an der Marke Mocopinus aus der Insolvenz des gleichnamigen Holzverarbeiters, jetzt wird die Marke in das Tochterunternehmen
Osmo integriert. Ausgewählte Produkte aus dem etablierten Mocopinus-Sortiment bleiben erhalten und werden in das Produktportfolio der Warendorfer überführt, teilt das Unternehmen mit. Insbesondere der Bereich Fassadenholz stärke die Holzkompetenz von Osmo; gleichzeitig werde die kontinuierliche Verfügbarkeit dieser Produkte sichergestellt.
Durch die Verbindung von Holzverarbeitung und Oberflächenkompetenz sowie die Sortimentserweiterung mit Mocopinus-Produkten sieht Osmo seine Position im Markt gefestigt. Neben Osmo-Oberflächensystemen können projektbezogen auch Farbsysteme anderer Hersteller, beispielsweise von
Keim,
Koch & Schulte,
Remmers oder
Adler, umgesetzt werden.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenSalone del Mobile mit über 300.000 Besuchern

Der
Salone del Mobile in Mailand war auch in diesem Jahr ein Hotspot für die Design- und Einrichtungswelt. In der Zeit vom 21. bis 26. April 2026 wurden von den Organisatoren insgesamt 316.342 Besucher aus 167 Ländern auf dem Messegelände in Rho gezählt. Der Anteil der internationalen Fachbesucher lag konstant bei 68 %, was die Bedeutung der Möbelmesse als Instrument für die Internationalisierung und Geschäftsentwicklung unterstreicht. Insgesamt präsentierten sich 1.900 Marken aus 32 Ländern. Neben dem Salone del Mobile umfasst die Milan Design Week zudem den Fuorisalone, der ganz Mailand mit Ausstellungen in den Designbezirken in ein Zentrum für Architektur und Interieur verwandelte und für sich schon ein großer Publikumsmagnet ist.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenUzin Utz Campus: 210 Besucher bei Berliner Premiere

Premiere geglückt: Der Uzin Utz Campus fand am 24. April 2026 erstmals in Berlin statt und etwa 210 Besucher aus dem Handwerk eigneten sich dort Fachwissen rund um Boden, Parkett und keramische Fliesen an. Als Location diente die Convention Hall des Hotels MOA Berlin im zentral gelegenen Stadteil Moabit. "Unser Campus sticht vor allem durch die Kombination aus Fachvorträgen, Praxisvorführungen und als Plattform zum Netzwerken hervor. Wir fokussieren uns nicht nur auf die Bauchemie, sondern bieten den Interessierten eine umfangreiche Produkt-Bandbreite", sagte Vorstandsmitglied Philipp Utz.
2018 hatte der Bauchemiehersteller
Uzin Utz das Veranstaltungsformat ins Leben gerufen. Seitdem fand es im zwei- bis dreijährigen Rhythmus immer am Hauptstandort Ulm statt - zuletzt im September 2025 mit rund 550 Besuchern. Zukünftig soll der Campus jährlich ausgerichtet werden: Dann immer im Wechsel mit Ulm und einem weiteren Standort im Norden Deutschland. Berlin machte dabei dieses Jahr den Anfang - als weitere Ausrichtungsorte könne sich Philipp Utz Hamburg und Hannover vorstellen.
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